Tag-Nacht Rhythmus (CircadianeRhythmik)

Die Circadiane Rhythmik beschreibt das innere biologische Verhalten von Lebewesen über den Tag-Nacht-Rhythmus. Der Wach-Schlaf-Rhythmus, Körpertemperatur, Herzfrequenz, Blutdruck... hängen von ihm ab.

 

Der Mensch verbringt immer mehr Zeit in Gebäuden wo die Beleuchtungsstärken meist zwischen 200-500 Lux liegen. Unter freiem Himmel verbringen wir leider immer weniger Zeit, wo selbst bei bewölktem Himmel Beleuchtungsstärken von bis zu 10'000 Lux herrschen. Bei klarem Himmel und direkter Sonneneinstrahlung werden sogar bis 100'000 Lux erreicht. Das heisst, wir leben für unser circadiane System den ganzen Tag in der Nacht. Gleichzeitig verlängern wir unseren Tag mit künstlichem Licht, was es für die "innere Uhr" stark erschwert den biologischen Rhythmus synchronisieren zu können.


Eine wichtige Rolle in der Steuerung des Tag-Nacht-Rhythmus des Menschen spielt das Hormon Melatonin. Es wird von der Zirbeldrüse (Epiphyse) des Gehirns gebildet. Die Zirbeldrüse steigert die Produktion von Melatonin, sobald es dunkel wird, da es eine Nervenverbindung zwischen dem Sehnerv des Auges und der Zirbeldrüse gibt und sie so auf Helligkeitsänderungen reagieren kann. Melatonin senkt die Aktivität,

es bremst und macht müde. So können Depressionen gerade in den Wintermonaten entstehen.


In Regionen, wo vorallem im Winter, lange Dunkelphasen herrschen, wird diesen Phänomenen mit Lichttherapie entgegen gewirkt. Die Patienten halten sich für einige Minuten bis Stunden unter einer starken Lichtquelle (2'500-10'000 Lux) auf. Der Patient muss dabei nicht direkt in die Lichtquelle sehen, jedoch muss das Licht auf die Netzhaut fallen können.